DAS ist leben
Sollte ich das wirklich tun? Noch ein weiterer Jahresrückblick in dieser Zeit, in der das Fernsehen das eigentlich schon mehr als für mich erledigt? Und wenn ich es doch hinter mich bringe... breche ich dann nicht mit meinem Abkommen "das ist leben" erstmal zu schließen?
Scheißegal. Hier kommt er.
Mein persönlicher Rückblick 2007:
Und doch ist es nicht das komplette Jahr. Es ist mehr so als wenn sich in etwa drei-viertel davon in Luft aufgelößt hätten. Als wenn sie nicht mehr präsent wären und aus einer anderen Epoche stammten, nur um ihre Umrisse preiszugeben. 2007 war für mich das Jahr der "Reinkarnation". War das Jahr, in dem ich auf meinen persönlichen Nullpunkt zurückgeführt wurde. Deswegen ganz klar der Film dieses Jahres: Fight Club. Okay, der Film ist von 1999 aber es ist der Film, der mich am meisten bewegt hat.
Das Lied des Jahres fällt schon schwerer. Nominée Nummer 1 ist auf jeden Fall Incubus mit Drive. Schon allein die Aussage ist stimmig. Allerdings gibt es viele Musikstücke, die ich entdeckt habe, unter Anderem auch (mal wieder) Staind. Es gibt einfach zu viele gute Lieder, im Gegensatz zu Filmen, meiner Meinung nach.
Der Mensch des Jahres ist jemand, der sich gerade entscheiden muss, was aus ihm wird. Auch er ist, wie ich ihn verstehe, kurz vor dem Nullpunkt und kann noch alles gewinnen, wenn er sich nicht aufgibt, sondern den Berg hinaufschleppt.
2007 war bis jetzt glaube ich eines der prägendsten Jahre in meinem Leben. Zum ersten Mal habe ich das Gefühl nicht süchtig zu sein. Zum ersten Mal "clean", sozusagen. Dabei rauche ich doch ^^. Und mit etwas Glück endet dieses Jahr friedlich für mich.
Also denn, auf in ein neues.
Joni
zerox05 - 2007/12/30 20:56
Och ja, das war schon alles schön hier ^^. Hat mir auf jeden Fall viel geholfen hier immer was hinzuposten. Mir gehts im Moment Klasse, aber letzten Sonntag ist mir etwas klar geworden.
Ich saß da so, schrieb meine 3 Beiträge (ich glaub das warens Sonntag) und habe gemerkt, dass ich einfach leer bin. Ich habe euch alles erzählt, mein Wertmaßstab ist offengelegt. "Der Joni entdeckt sich selbst" ist fürs erste gestorben.
Es wird Zeit für mich die Welt zu entdecken. Spaß zu haben, nicht mehr soviel nachzudenken und einfach das auszuleben, von dem ich denke, dass es richtig ist.
Die Page wird weiterhin existieren und vielleicht auch mehrmals die Woche mit neuen Einträgen versehen, also nicht wie diese Woche. Allerdings ist "das ist leben" erstmal at acta gelegt worden. Mehr Spaß, weniger Tiefsinniges aus meinem unergründlichen Gehirn.
Im Grunde, und das ist mir klar geworden, geht es im Leben um drei Sachen:
- Wahrheit
- Mut
- Spaß
Und den Spaß habe ich lieber im Real-Life ^^
Hat Spaß gemacht mit euch. Hoffe ihr schaut auch mal so rein... Tschaui, Joni
zerox05 - 2007/12/15 19:27
Es scheint im Moment, als sei jede neue Woche ein neues Haifischbecken und jeder neue Tag findet mit ziemlicher Sicherheit seinen Gegner in sich selbst. Am Ende dieser fünftletzten Woche des Jahres 2007 fühle ich mich einfach nur noch leer. Keine großen Gedanken, keine Pläne; nur Wünsche.
Ich wünsche mir, dass eine nächste Woche kommt. Ich wünsche mir ein Geschenk und ich wünsche mir eins machen zu können. Ich habe das Gefühl in der letzten Woche habe ich nur für mich gearbeitet, habe so vieles in meinem Leben und mit mir geklärt. Und nun gehe ich im Gefühl aus dieser Woche ein großer Zerstörer zu sein. Dabei wollte ich das alles nicht. Ich wollte nur leben, schwimmen, padeln, mich nicht mehr treiben lassen. Doch sollte man das, wenn man nur das Leben anderer bekämpft? Ob bewusst oder unbewusst einfach nur aus dem Gefühl heraus, dass es richtig ist?
Ich möchte nicht mehr zurück in die vorletzte Schulwoche, aber ein schlechtes Gewissen habe ich. Vielleicht ist es auch die Ungewissheit, die alle diese Veränderungen mit sich bringen.
Jetzt bin ich das erste mal in dieser Woche nur bei mir mit meinen Gedanken und im gleichen Moment sind meine Befürchtungen so nah, so real und so unvergesslich, dass ich es doch nicht bin. Keine Ahnung wo mich mein Leben hinführt, auch das eine Erkenntnis. Mal wieder die Erkenntnis, dass man einfach nie sicher sein kann. Man kann sich nur sicher fühlen und das muss reichen.
Das positive war, das es eine einzigartige Woche war, die ich nicht so schnell vergessen werde. Einzigartige sieben Tage in denen ich das Gefühl hatte zu leben. Ansonsten war sie verwirrend, voll von Tretminen, glücklichen und traurigen Momenten und so vielem mehr... Jetzt fühle ich mich nur noch uninspiriert... Zeit für eine neue im Haifischbecken...
zerox05 - 2007/12/09 19:37
Mein Leben scheint sich wirklich zu ändern... einige Menschen gehen, andere kommen. Alles ändert sich und ich bin da mittendrin. Und doch fühl ich mich gerade wohl, weil ich das Gefühl habe, dass das Leben einen Plan hat, für was auch immer. Hoffnung, das die Zukunft von so schönen Ereignissen dominiert wird, dass die schlechten nicht zählen oder überwiegen. Und so lange Frauen nur einen grünen Pulli und ein Pornosofa brauchen um glücklich zu sein kann doch nichts schief gehen. Wo stehe ich im Moment? Ich glaube nicht einmal schlecht. Zwischen 7. Himmel und Teufels Pforte, aber man lebt nunmal auf der Erde und das ist gut so. Durch meinen Aktionismus habe ich viel bewegt, aber auch das gehört wohl zum leben dazu. Meistens habe ich sogar einen klaren Kopf gehabt und mir Gedanken gemacht. Es könnte schlimmer sein.
zerox05 - 2007/12/09 00:58
Hallo du.
Ich schreibe gerade und frage mich warum ich dir nicht direkt schreibe. Vielleicht ist es, weil ich es nicht kann. Vielleicht ist es, weil ich es nicht will. Ich weiß, dass es nicht so ist das es mein Stolz verbietet.
Weißt du, ich hatte dich sehr lange Zeit sehr gern und in letzter Zeit sehr ungern. Ich habe in letzter Zeit sehr viel Schlechtes über dich gedacht, aus Gründen, die du kennst. Und doch bist auch du nur ein Mensch. Wie wir alle. Nur konnte ich mit deinen Fehlern und mit den meinen in der Beziehung nicht mehr Leben. Vielleicht wäre sie noch zu retten gewesen, doch es wäre wiedermal ein Spiel auf Zeit. Eine weitere Verlängerung mit einem sicheren Ausgang für mich, dem Abschied.
Ich war nicht ehrlich zu dir. Nicht wirklich. Ich habe mich unterlegen gefühlt. Ich habe mich nach Freiheit gesehnt. Ich hatte keine Lust mehr auf eine Beziehung, die zu viel auf Routine und zu wenig auf Spontanität setzte. All das weißt du und all das lag auch an mir. Naja, natürlich schau ich manchmal auf deine Page oder im SchuelerVZ auf dein Profil und wenn ich ehrlich sein soll kratzt es mich nicht, dass du nun wieder verliebt zu sein scheinst. Ich habe dir immer das Beste gegönnt und nun hoffe ich, dass das das Beste für dich ist. Ich verspüre keine Eifersucht, doch hoffe ich, dass du gelernt hast. Genau wie ich.
Wir hatten uns sehr lange Zeit sehr lieb. Ich schätze das noch immer. Ich werde dich nicht komplett vergessen, nie, denn seine erste große Liebe vergisst man nicht. Die erste muss nicht die beste gewesen sein, aber sie ist immer die erste. Und nun ist das Kapitel vollends geschloßen.
Ein neues wird kommen, kommt sicherlich. Bei dir scheint es ja schon geöffnet zu sein, doch mach nicht die gleichen Fehler! Lerne, wie ich es auch versuche zu tun und verschließe dich nicht, sondern öffne dich der Welt. Lass dir Dinge sagen, lass Dinge geschehen, lass es einfach fließen. Versuche nicht verkrampft zu sein, sondern natürlich. Denn in Momenten der Entspannung liegt die Liebe. Die Liebe zum Menschen, zur Welt. Habe keine Angst vor ihr. Naja, du wirst denken: Was für ein Stuss, aber das ist sowas wie ein Abschiedsbrief für mich. Und ich schreibe dies mit all den Gedanken, die ich an die Vergangenheit habe. Ich schreibe es nicht aus Wut oder Liebe, nicht aus Arroganz oder Mitleid. Es ist ein Testament und es besiegelt für mich den Tod einer Ära.
Versuche im Leben Neues. Verschränke dich nicht vor Neuem. Suche nicht, sondern erlebe. Alles nur Empfehlungen aber versuche mal alles was du sagen willst in einen Text zu fassen. Und doch ist es mir Gelungen.
Nun am Ende der Reise, am Anfang der Reise. Wie auch immer. Ich kann nicht mehr zurück und das will ich auch nicht, so schön es oft wahr. Es war ab einem (un-)bestimmten Punkt zu weit von mir entfernt. Ich wusste das irgendwie. Und genau da habe ich uns angelogen. Ich habe es gespürt und bin den Weg weiter gegangen. Deswegen ging es nicht mehr. Ich weiß den Zeitpunkt nicht, ich weiß nicht wer oder was, warum und wieso. Wahrscheinlich habe ich genau deswegen geschwiegen. Aus Ermangelung an Beweisen, dabei sollte ein Gefühl das letzte sein, was man sich beweisen muss. In diesem Moment habe ich mich versündigt und das tut mir leid. Wir werden nicht von einander hören und das ist gut so. Wir werden uns nicht wieder zusammenleben, auch das ist gut, weil es die Wahrheit ist. Aber ich bin nicht mehr sauer. Ich hoffe du denkst darüber nach und liest es nicht einfach und löscht es dann, denn mir geht es nahe und es ist mir wichtig. Außerdem glaube ich, dass es dir weiterhilft im Chaos, das wir Leben nennen.
Ich bin ich. Einfach ich. Und du bist du. Ein wir gibt es nicht.
zerox05 - 2007/12/04 02:02
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Man darf alles machen, was man will und vor allem auch kann und wenn man es nicht kann muss man einen Weg finden.
Doch man sollte bedenken, was man zerstört und sich nicht von Bedürfnissen lenken lassen. Man muss sich klar sein, dass man großes Unheil anrichtet und erst dann entscheiden, ob es das wirklich wert ist. In diesem Fall muss die Liebe auf den Kopf reduziert werden.
Man hört sich das schön an. So einfach, aber trotzdem so wahr. Und doch ist es totaler Schwachsinn. Denn man kann nicht auf den Kopf reduzieren und wenn man es versucht, denkt man man hätte sie auf den Kopf reduziert und doch ist sie alles andere als Kopflastig. Wir suchen nach der Wahrheit um glücklich zu werden, ergo wollen wir vom Herzen her schon glücklich sein ergo ist die Wahrheit einzig und allein ein Produkt unseres Herzens. Das es so viele gibt ist das Problem. Ich rede hier nicht von Die Erde dreht sich um die Sonne, das sollte man bedenken. Ich rede davon, dass die persönliche Wahrheit immer mit den Umständen zusammenhängt und in einer Zeit, in der sich bei mir so viele Dinge so schnell ändern ändert sich auch die Wahrheit immer wieder. Das heißt nicht, das man Lügen soll, aber man wird ihrer bezichtigt. Darauf muss man sich einstellen. Die Frage ist: Sollte man gar nichts mehr sagen?
zerox05 - 2007/12/02 23:47
Nun bin ich gesprungen. Habe mich der Klippe gestellt und der Schlange in den Kopf geschossen. Ein Moment, in dem mein Kopf keinen Gedanken gefasst hatte und es war auch schon vorbei. Ganz natürlich, als wäre es nichts.
Nun bin ich größer als die Klippe, bin gewachsen, habe den Zenit überwunden und bin so glücklich, erleichtert, entspannt. Ich kann noch gar nicht wirklich glauben, dass ich das war. Der, der meistens wegläuft, der der sich verkriecht, der der sich drückt. Nur ein Schritt. Ein kleiner Schritt ins Ungewisse, die Angst, riesengroß, hat sich gelegt. Nun bin ich im Wasser.
Und dort wimmelt es von Piranhas und Giftmüll, den andere gerne ins Meer schütten. Es gibt Minen hier und es ist dunkel. Doch ich sehe das Licht. Ich folge ihm, hoffe es erlischt nicht.
Angst? Ja. Zurück? Kein Weg. Traurig? Nein.
Denn ich fühle mich mutig genug all diese Gefahren in Kauf zu nehmen. Am Ende macht das Leben sowieso was es will, warum es dann nicht versuchen? Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben! Aber vor allem: Wer nicht versucht seinem Glück zu folgen, nicht versucht den Traum wahr zu machen, der ist schon tot.
Die Zeit ist nicht gekommen, aber vielleicht wird sie es und ich hasse mich nicht, falls sie kommt und das ist Elementar. Ich habe wieder Lust auf Schule, auf die Zukunft, auf das Leben... Es hat soeben an Aroma gewonnen. Ich weiß nicht was die Zukunft bringt, aber ich fühle mich ihr gewachsen. Ich bin nicht alleine. Danke. Danke dafür, ohne euch alle wär es nicht das Gleiche. Ohne euch hätte ich das nicht geschafft. Danke, dass ihr mich ausgehalten, aufgebaut und geschupst habt.
zerox05 - 2007/11/30 15:30
zerox05 - 2007/11/27 15:49
Und wieder ist es einmal soweit. Ich sitze in meinem Zimmer und habe schon lange nichts anderes mehr gemacht. Ich weiß, ich müsste lernen, ich weiß ich müsste mir in den Arsch treten, doch warum?
Gefangen in einer Welt, in der nur Probleme auftachen, die man nicht lösen kann oder welche, deren Zeit nicht gekommen ist. So könnte man meine derzeitige Situation beschreiben. Ich wünschte mir ein "betreutes lernen", denn dort würde ich wohl nicht die Dinge tun, die ich jetzt mache. Im Internet surfen, chatten, mich in Gedanken fernhalten von der Schule und ihrem eigenen Regelwerk des leistungsorientierten Denkens. Es ist eine perverse Art der Selbstbestrafung. Ich weiß ganz genau: Es würde mir gut tun, eine Aufgabe zu haben. Es würde mir Selbstbewusstsein geben und das brauche ich. Doch ich bin es nicht wert. Wenn alle gegangen sind und ich der letzte im Raum bin sehe ich, dass ich nur
die Summe meiner Entscheidungen bin. Ergo: Die Summe meiner Fehler. Ich ziehe mich zurück, will nicht mehr. Mich nicht mehr einmischen, nicht mehr mitmischen. Ich hatte diese Phase schon überwunden, so glaubte ich. Einfach nur Beobachter zu sein. Das Leben durch ein Fenster zu sehen und nicht aus meinem Käfig namens Zimmer zu kommen. Doch nun ist alles wieder da. Ich lebe im
Morgen...

Ich lebe im:
Morgen werde ich dies tun, weil es dann so-und-so anders ist. Aber nicht einmal ich glaube mir das. Ich bin nicht unglücklich damit, aber ich bin nie wirklich unglücklich. Das ist das Problem, wenn man in allem etwas Schönes sehen kann. Der Moment des "so geht es nicht mehr weiter, denn es ist Scheiße, wie es ist" wird nicht kommen.
Ich bin ratlos... gefangen in meiner Welt und keinen Appetit auf die Dinge da draußen. Und doch am verhungern. Ich verfluche den Sozialstaat. Ich verfluche alle, die sagen, dass man immer Sicherheit haben muss. Auch wenn es Impulsiv ist, wäre keine Sicherheit da, hätte ich Existenzängste, dann müsste ich etwas tun. Doch ich kann nichts anderes verfluchen als mich. Weil ich so lethargisch bin. Weil ich so bin, wie ich bin.
Vielleicht ist das ein bisschen zu viel von mir, doch ich will es erzählen. Warum? Weil mir jemand von euch helfen kann? Weil ich Mitleid will?
Ich glaube, es ist einfach ein Verständnis, das ich wecken möchte und vielleicht fällt es euch einfacher, wenn ihr in so einer Lage seid. Freue mich natürlich auch hier über Comments ^^
Quelle für das Bild
zerox05 - 2007/11/26 19:58
Ein Abend voller Verwirrungen, voller Rätsel, die sich mir nicht ergründen lassen. Es wollte eine Geburtstagsfeier werden und es wurde ein Teil, ein Stück in dem Puzzle namens Leben. Nicht, dass ich unglücklich darüber wäre, auch wenn der Abend strange war. Er war anders. Wiedermal anders. Und ich weiß noch nicht wie damit umzugehen ist.
Angefangen hatte es alles mit einer wundervollen Fahrt hin zur eigentlichen Party. Diese Reise wäre schon genug Ereignis gewesen, doch war sie es aufgrund gegebener Umstande nicht und man ergab sich in sein Schicksal. Ergab sich und lies sich zum Abschuss freigeben. Somit auch kein relevantes Problem. Ein bisschen Spaß, ein bisschen Party, ein bisschen Alkohol und ein bisschen Menschlichkeit zwischen sonst so fremden Personen, wie wir es nun mal in unserer Klasse sind. So lief auch der Anfang ganz nach meinem Geschmack. Regionen meines Gehirns wurden reaktiviert und ich war in meinem Element. Sollte ich es nennen, wäre es wohl Uran, denn mit anhaltender Zeit wurde dieses immer weniger, bis lächerlich wenig übrig blieb und sozusagen weggeweht wurde. Kein Problem soweit.
Doch nun trat der Bestandteil des Lebens auf den Plan, welchen ich nie verstehen werde. Traurig aber wahr, Wasserstoff. Überall vorhanden, immer wichtig, obwohl sich immer im Hintergrund haltend. Einfachste Chemie, einfachst und doch so effektiv. Da kann ein zerfallendes etwas nicht mithalten, will es nicht, da es weiß, was es leisten kann. Unter gegebenen Umständen kann es Energie erzeugen, Berge versetzten oder zerstören, doch die Umstände machen das Leben aus und so ist Wasserstoff doch einfach umgänglicher.
Es regt sich in mir der Zorn, ob über diese verblüffende Einfachheit, mit der man so viel effektiver sein kann oder einfach der Tatsache, dass die Situation nicht meinen Wünschen entspricht und nie entsprechen wird. Es regt sich die Eifersucht. Der Eifer ist gebrochen, da ich erkenne, wie mächtig doch so ein einfaches Element sein kann und ich füge mich knirschend meinem Schicksal. Und doch will ich dieser Situation nicht ihr Positives entnehmen. Nun ist es, wie es ist. Uran bleibt Uran, Wasserstoff Wasserstoff und irgendwann findet mich ein System, welches bemerkt, dass auch Atomenergie bei richtiger Anwendung mehr als nützlich sein kann. Weiterhin macht mir auch dieses vieles einfacher und gespalten habe ich mich trotzdem. Winzige Strahlen haben mich durchzuckt, mir das Gefühl gegeben am Leben zu sein und diese Erkenntnis ist unersetzbar.
Ein komischer Abend, mal wieder. Ein Abend voller Gegensätze, voller Leben. Das Leben läuft nicht, es rennt.
zerox05 - 2007/11/25 04:12