Wenn es ein Problem in unserer heutigen Welt gibt, kann man sich beinahe sicher sein, dass es schon von jemandem behandelt wurde.
Und obwohl ich natürlich auch woanders suche, um nicht immer wieder die gleiche Quelle zu nennen, finde ich nur sie.
Er sitzt in einer Badewanne, er sitzt aber auch neben der Badewanne, er sagt:
Mein Dad war nie auf'm College, deswegen war es irre wichtig, dass ich hingehe. Ich mach also meinen Abschluß, ruf bei ihm an, Ferngespräch, und sag: "Dad, was nun?" Er sagt: "Such dir'n Job." So, mit 25 ruf ich wie jedes Jahr an. Ich sage: "Dad... was nun...?" Er sagt: "Keine Ahnung, such dir 'ne Frau und heirate." [...] Wir sind 'ne Generation von Männern, die von Frauen großgezogen wurden, ich frag mich, ob noch 'ne Frau die Antwort auf unsere Probleme ist.
Solange man in der Schule ist, gibt es nur einen Weg. Du kannt weitermachen oder aufhören, irgendwann, ja, aber es gibt diese eine Bahn, die vor dir jeder gerollt ist, und bei der du weißt, dass sie richtig ist und du, wenn du sie bestehst, nur Gutes daraus ziehen kannst...
Und dann kommst du ins Arbeitsleben und wo eine Bahn war, aus der du weder links noch rechts raus konntest, ist jetzt eine Ebene.
Etwa so wie in diesen Balancespielen, bei denen die Kugel in keines der Löcher fallen darf, fühlst du dich, weil auf ungewohntem Terrain und überall Fettnäpfchen, außerdem Ziele, die du dir steckst, die du erreichen willst.
Will ich diese Ziele erreichen?
Keine Angst vorm tot aber Angst bis hin zum Tod zu leben.
Einfach Angst irgendwann aufzuwachen, am Ende da zu stehen und zu denken: "Alles für die Katz, du hättest so viel erreichen können und so wenig hast du geschafft."
Egal was du machst, wichtig ist, dass du es mit Liebe und Leidenschaft tust, nur dadurch wird es wertvoll, dadurch richtig.
Danke für den Reminder, das Problem, auf dem Wirtschaftsgymnasium bzw. am Anfang wie jetzt: Sich auf etwas einlassen, jemanden haben, der mir das Gefühl gibt das Richtige zu tun. Einen Vater.
Ein Vater gibt nicht nur Liebe, sondern auch Selbstverständnis.
Vielleicht schaffe ich es ja dieses mal einen kompletten Beitrag zu schreiben, ohne vorher abzubrechen :D.
Ein Grund für meine Nichtanwesenheit war wohl das im vorigen Beitrag erwähnte Abitur. Aber ich denke, ich hatte auch einfach keinen Bock mehr, irgendwas zu schreiben. Keine Ahnung, jetzt habe ich wieder Bock, aber ich habe das Gefühl in den letzten Monaten ca. 75% meines Denkvermögens eingebüßt zu haben. Nicht zuletzt liegt das daran, dass ich so ziemlich arbeitslos bin.
So ist das halt, wenn man sein Abitur bestanden hat :D. Goil, wenn ich das noch bemerken darf, und die Woche Holland nach der mündlichen Prüfung in Physik hat wohl ihr restliches getan. Kann ich dennoch nur empfehlen, wir waren zu sechst und hatten die bestmögliche Ausstattung in einem Center-Parcs in Het Hejderbos und der Spaß hat uns "nur" 235 Euro gekostet. Außerdem hat Holland (auspassen, damit rechnet nieeemand:) keinen Dosenpfand und so wuchs unsere Bierdosenwand von Tag zu Tag, bis sie ein unglaubliches Maß erreichte. Wir hatten schon überlegt den Eingang zur Sauna zu verbarrikadieren (Gott, gibt es diese Wortgebräu überhaupt?!?).
Naja, Also nach bestandenem Abitur und einem Ausbildungsvertrag, der wie gewollt abgeschlossen wurde, war für mich eigentlich nur noch die Frage der Wohnung in nächster Zeit unbeantwortet. Doch nach eingängiger Suche bin ich auch hier fündig geworden, in der sichersten Umgebung, die man sich vorstellen kann: Gegenüber eines Gefängnisses. Doch ganz ehrlich, es ist wirklich sicher, denn:
Welcher Verbrecher wäre so verrückt, sich nach geglücktem Ausbruchsversuch in der Nachbarschaft zu verstecken?
Die Polizei ist gleich gegenüber :D
Und als wenn das nicht genug gewesen wäre, sieht es im Moment so aus, als wenn ich meine schönen 2-Zimmer bald nicht mehr alleine bewohnen muss. Meine Freundin, die es mit mir jetzt schon seit beinahe 1 1/2 Jahre aushält, zieht zu mir. Natürlich ist dem kleinen Joni bei so viel Neuem auch leicht Angst zu machen, aber im Grunde weiß ich, dass es die richtige Entscheidung ist.
Sie hatte schon in der Abiturzeit fast drei Monate bei mir verbracht und es kam zu keinen "Komplikationen". Nicht, dass das das gleicht wäre, aber wir können Probleme einfach auf eine andere Weise lösen als auf die "Ich schrei lauter, mein Argument ist valid"-Art. Und so umgehe ich auch das Problem, von dem ich mir im Moment noch kein rechtes Bild machen kann: Nämlich, dass ich bald wiiiirklich beschäftigt sein werde. Außendienst, beim Kunden, von morgens bis abends, auch nach der Berufsschule. Ich freu mich darauf, so komisch es sich auch anhört.
Aber wie gesagt, das ist alles noch Zukunft, im Moment langweile ich mich fast den ganzen Tag. Neuestes, wie aber auch schon älteres Projekt wäre das designen einer Website. Doch um ehrlich zu sein, habe ich Lust auf Wordpress... Und DAS haben wir wirklich nicht in der Schule gelernt, also von vorne das Ganze.
Außerdem muss die Wohnung auch eingerichtet werden, stell man sich sowas vor?! Und solche Möbelstücke können ein bedenkliches Loch in die Geldbörse reißen, aber man muss sich eigentlich nur zu helfen wissen.
Gebraucht geht auch :D
Tja, und nun ist es einmal wieder soweit, alles ändert sich.
Nein, ich bin weder tot noch hab ich beide Hände während eines Unfalls verloren. Ich lebe noch und meine Gesamtsituation ist im zeitlichen Kontext gesehen doch eine recht... bescheidene. Würde man diesen 'zeitlichen Kontext' heraus lassen, wäre das Ganze eine andere Sache, doch so, wie es steht, muss ich bald bestehen, mein Abitur.
In weniger als einem Monat sind die so genannten "Klausuren unter Abiturbedingungen", was soviel heißt wie: innerhalb von 7 Tagen 4 Klausuren, die jeweils 6 Stunden für sich in Anspruch nehmen und dabei den gesamten Themenbereich der letzten zwei Jahre abdecken, zu schreiben.
Das wird ein hartes Stück, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich bis zum heutigen Tag noch nicht so fleißig war, wie ich es vielleicht gerne gesehen hätte. Andererseits ist mir das Meiste geläufig, zumindest in Fächern wie Deutsch und Englisch. Mein Zweifel bezieht sich in kleinen Teilen auf Volkswirtschaft und in weiten Teilen auf Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen und Controlling. Volkswirtschaft deswegen, weil es sich hierbei um ein, wie könnte es anders sein, sehr komplexes Thema handelt. Es ist nicht unbedingt ein Leichtes sich die ganzen Strukturen zu merken, zum Beispiel die volkswirtschaftkliche Gesamtrechnung, aber wie genannt ist der größte Teil immer noch Verstehen und interpretieren.
Mein wahres 'Angstfach' ist BRC. Eigentlich kann man davon ausgehen, dass circa 70% der Aufgaben zumindest von Formeln ausgehen, dass heißt, man wird nicht in der Lage sein zu interpretieren, sollte man die Rechnungen davor nicht gelöst haben. Aber im Allgemeinen, und das darf ich nicht vergessen, stehe ich gut dar. Ich habe zwei Unterkurse 'gesammelt', von sechs möglichen, mein Schnitt im letzten Halbjahr war 2.2 und ich denke, das meiste werde ich schnell wieder in meinen Kopf prügeln können.
Wäre es also 'nur das', so wäre mein Belastungspotenzial also noch nicht ausgeschöpft. Nun ist es aber nicht nur das, sondern auch ein kleines Zuknuftsprojektchen namens Ausbildungsplatz. Die ersten Schritte in dieser Richtung wurden schon getan, ich habe mich beworben und sah mich schon in einem Vorstellungsgespräch wieder. Wider meinen Befürchtungen lief auch dieses zufriedenstellend, wenn nicht gar (bis auf einen Schönheitsfehler) ausgezeichnet (bei dem Schönheitsfehler handelte es sich um die Frage, warum ich mich nicht woanders beworben habe, die Antwort: "weil ich nur zu Ihnen will" war Wahrheitsgetreu, aber wohl nicht zufriedenstellend).
Und so ist es Fakt, dass ich am 02.02.09 in ein Assessmentcenter eingeladen wurde. Das ich dort brillieren werde, hoffe ich doch stark, doch die Doppeltbelastung schlägt mir schon irgendwie auf den Magen. Schöner wäre es sich nur auf ein 'Event' zu konzentrieren. Spaß machen wird es bestimmt auch, Grauen tut es mir eigentlich nur vor dem schriftlichen Teil, der mündliche ist, davon gehe ich aus, geschenkt bzw. werde ich den mit ziemlicher Sicherheit erfolgreich abschließen.
Wenigstens habe ich meine Wintergrippe schon hinter mir und auch nicht vor in nächster Zeit wieder krank zu werden. Ich werde mich die nächsten Wochen wohl kaum aus dem Haus bewegen (es sei denn zur Schule), aber was solls. In nicht einmal fünf Monaten bin ich in Holland, habe mein Abitur und meinen Ausbildungsplatz in der Tasche und mache Ferien mit meinen Freunden. Was wünscht man sich mehr? Ich mir nichts, ich hoffe nur, dass ich diese Zeit nutzen werde, dass ich alles mit Bravour absolviere und am Ende ein glücklicher Joni steht, der auf sich und seine liebsten Stolz sein kann.
Dann fängt ein fast neues Leben an, zumindest aber ein neuer Abschnitt. Ich ziehe nach Oldenburg, vielleicht mit Carina zusammen, und mache dort meine Ausbildung als "Kaufmann für Versicherungen und Finanzen" bei der Debeka, verdiene Geld, bin endlich auch finanziell Selbstständig (zumindest fast) und kann mich auf das konzentrieren, was schön ist im Leben eines dann 21-jährigen.
Spaß im Job, Spaß mit der Freundin, Spaß mit den Freunden, weg gehen, feiern und das alles auf eigene Kosten. Ich fidne, dass es sich dafür lohnt noch vier Monate zu arbeiten, wäre auch dumm nach 15 Jahren Vorbereitung.
Das Riesenbaby da, das mich vollsabberte, dass war Bob.[...] Ihm wuchsen Weibertitten. [...] Zwischen diesen riesigen schwitzenden Titten, so gewaltig wie man sich die von Gott vorstellen würde.
Nein, um diese Art geht es hier eigentlich nicht. Aber ich habe eben hier ein Zitat "erraten", also dachte ich, dass ich am Anfang hier auch eins einbauen könnte. Schwierig ist es eigentlich nur für Unwissende.
Nein, es geht eigentlich eher um die schöne weibliche Brust, die den meisten Männern zusagt, gegen die nicht einmal viele Frauen etwas haben, die sie sich sogar gerne anschauen. Diese Brust (vielmehr sind es ja meistens zwei), die bei uns Männern Blutmangel im Gehirn verursacht. Ist doch bestimmt schön, wenn man über solche Brüste verfügt, oder?! Als Eigentümer oder auch Mieter zugriff zu haben (wobei die Eigentümer ja stets betonen, es sei nichts besonderes, blablabla). Mal im Ernst, wenn der Mann die Möglichkeit hätte, den ganzen Tag faul rumzuliegen, nichts zu tun, nur vögeln und essen, trinken und vielleicht PS3 spielen, würden wir uns etwas anderes wünschen? Warum sollten sich sonst irgendwelche extremen Islamisten in die Luft (Lust) sprengen, wenn nicht in dem Glauben, im Himmel warten Jungfrauen.
Mal ganz abgesehen von dem Gedanken, dass diese Jungfrauen ja auch nach einiger Zeit gewissermaßen benutzt wurden denke ich, dass das meiste obrige totaler Bullshit ist.
Zumindest ist es bei mir so. Es ist korrekt, wir (Männer/vielleicht nur ich) sind sehr leicht beeinflussbar. Wenn wir einen schönen Frauenkörper (Vorraussetzung: Hetero) sehen, dann schauen wir auch gerne eine Sekunde länger hin. Doch ist es bei mir inzwischen soweit, dass es mich ankotzt so manipulierbar zu sein. Selbst, wenn das nicht auf mein Verhalten zurückfällt ist es doch so, dass wir zumindest an Sex und Schabernack denken. Man (ich/Männer?!?) kann im Internet keinen Schritt tun, ohne zu merken, wie einfach es ist, unsere Gedanken zu lenken. Beispiel Gametrailers.com: Eine Seite, in der es um Videospiele geht und die ich häufig besuche. Eine Seite, bei der ich bitte schön über Videospiele informiert werden möchte. Und was sehe ich:
Naja, und sowas und noch viel "Schlimmeres" den ganzen Tag. Ich habe nichts gegen Pornos, nichts gegen schöne Frauen und sicherlich nichts gegen Sex, aber ich will auch als Mann meinen "freien Raum", einfach eine Aktivität, bei der ich nicht sofort daran denke, dass ich ein Mann bin...
N kumpel von mir und seine Freundin (auch eine Kumpeline) haben einen Blog erstellt, den es sich anzusehen lohnt :P.
Bei mir kommt auch irgendwann was Neues, Abi schlaucht, ich habe eigentlich Lust ein eigenes Design zu erstellen, da mir dank Informationsverarbeitung HTML bekannt ist und eigentlich auch CSS leicht zu verstehen ist. Mal schauen, was draus wird.
Hier erstmal der Link für weiteren Lesestoff: www.unser-blog.com
Die Person, die mich definieren kann bin ich. Die Person, die mich nicht definiert bin ich. Wer ist Schuld? Ich. Wer nimmt sich durch diese Erkenntnis die Kraft zum Definieren? Ich. Subba, wieder son Teufelsscheiß.
Egal, alles halt n bissl schwierig zur Zeit. Jobsuche + veringertes Selbstwertgefühl durch Missgeschicke à la Joni³ und sonstigen Müll. Ich habe halt das Gefühl, dass mir das Leben aus den Händen gleitet und noch schlimmer; ich meiner "Rolle" nicht mehr gerecht werden kann ein guter Freund zu sein. Ich könnte jetzt so stundenlang weiter machen, oder...
Es wird Zeit, dass wieder etwas hier lebendig wird und sich verändert. Zeit für URLAUB. Brüssel, Paris, Millau, 'n bissl Mittelmeer und das alles schon ab Morgen und mit dem Auto. Vor Langeweile bin ich auch geschützt, denn meine persönliche Lieblingsfrau und Freundin 1. Grades nehme ich gleich mit.
Wie gesagt: Freitag gehts zeitig los und ab nach Brüssel, dort dann Atomium und was es noch so gibt (irgendeinen pissenden Burschen z. B.) anschauen und Nachts im feinen Formule 1 Hotel übernachten. Dann am nächsten Tag nach Paris, dort knappe zwei Tage für Eiffelturm, aber auch z. B. die Katakomben "opfern" und weiter geht es nach Millau. Dort dann erstmal Sonnenbaden (hoffentlich) und sich entspannen/an nichts Böses denken/Selbstwertgefühl und das Geplänkel. Zwischenzeitig Baden im Mittelmeer und noch mehr Sonnen. Das wird eine Fahrt. Abenteuer warten.
Wenn der Himmel die Erde küsst und die Seele die Flügel spannt wird schnell erkenntlich, in welcher Epoche wir uns befinden. Die Romantik glänzt durch ihre „Gottgegebenheit“, ihr Vertrauen in den Menschen und dessen Wille, Gutes zu verrichten. Die Frage, die sich ergibt ist doch, ob wir, heute, in einer Zeit wie dieser sind. In der jedermann von sich denkt alles mit wenig Aufwand erreichen zu können, weil man harte Arbeit nicht durch die „Muse“ ersetzen kann. Weil die Muse gar das einzige ist, was zählt und unbedingter Erfolg formal ist, wenn man sich nur einmal anzustrengen gedenkt.
Der psychologische Hintergrund beider Epochen zumindest in Teilen ist vergleichbar. Denn wie uns zugetragen wird herrscht heutzutage Fachkräftemangel. Man will sich nicht mehr Spezialisieren. Mathematik ist eines der unbeliebtesten Fächer. Die Nachfrage ist höher als das Angebot. Aber die „Seele spannt[e] weit ihre Flügel aus“ und fliegt „nach Haus“ in die Ferne. Wenigstens das. Problematisch wird es, wenn die Seele mit dem restlichen Körper zusammen fliegt und aufgrund von Wartungspersonal, welches mehr auf seine Muse als auf harte Arbeit vertraut, ein Haus zum ungewollten Protagonisten des Flugs wird. Naturwissenschaften, waren sie nur Mittel zum Zweck? Ist das Interesse denn gänzlich verschwunden, zu begreifen, wie Dinge funktionieren? Scheinbar ist unsere Welt so komplex geworden, dass niemand sich mehr zutraut ein aktiver, verändernder Teil ihrer zu werden.
Ich schließe mich da keineswegs selber aus. Ich bin wohl einer der größten Verfechter des romantischen Denkens, des mit dem Herzen denkens. Und doch gibt es Grenzen, ökonomische Gesetze, die beachtet werden wollen. Und wenn Politik, Wissenschaft oder Geschichte romantisiert wird, kann das kein Weg sein.
Ich will kritisieren. Zum einen, dass es zu viele von uns „Romantikern“ gibt. Wir wurden groß in einer Gesellschaft, die sich nach Stagnation sehnte. Die Angst vor dem Fortschritt hatte, weil das im nationalen Geflecht für Deutschland Rückschritt hieß. In einer Gesellschaft, in der Interesse am Neuen zwar in der Schule gefordert, im Leben selbst jedoch nicht gefördert wurde. Denn alles ist schon entdeckt. Die Wunder der Welt sind entzaubert. Kein Wunder, dass sich unsere Generation auf andere, unerschließbare Wunder beschränkte.
Aber da auch hier im Positiven schon alles verkostet, wurden aus fehlendem Antrieb Psychiater besucht, neue Krankheiten erfunden und Wunder über Wunder, man hatte ein Ziel. Das Ziel war es zu verkomplizieren, zu romantisieren. Dankeschön, ich bin eine Ausgeburt dieser Generation und bekenne mich zu ihr.
Problem Nummer zwei hängt eng mit dem Wunsch nach Wundern zusammen und wurde hier schon kurz angerissen. Politik, die keine ist, Parteien, die Versprechen machen, die nur ein Wunsch gewordener Traum sein können. Kein Konzept aber ein Weg und Menschen, die sich danach sehnen. Traurig ist nun aber das Feedback des Volkes. Zum Thema Wissenschaft und Relilgion ist nur der Begriff des Kreationismus zu nennen, der die darwinsche Evolutionstheorie abschreibt und doch wieder Gott als absoluten Schöpfer propagiert. Das Ganze soll dann ernsthaft alles in den letzten 10.000 Jahren entstanden sein.
Es gibt immer Menschen, die Tatsachen und Fakten nicht wahrhaben wollen, bei denen das Bild der Erde schief hängt, aber es geht für mich zu weit, wenn die Partei in Landtäge einzieht, wenn die Mehrzahl der US-Amerikanischen Bevölkerung einen Dualen Religionsunterricht befürwortet.
Träumen ist die eine Sache, doch die Realität erkennen eine andere, wichtigere. Genau das fehlt aber unserer Gesellschaft. Sie begibt sich zur Romantik 2.1. 2.1, weil sie Extremer ist, weil ein Großteil Wahrheit nicht mehr als Gut sieht, welches sich anzueignen lohnt, weil es doch schon alles bewiesen ist. Weil es alles unveränderlich ist, wenn man nach Fakten strebt. Da doch lieber die Lüge des Aufregenden, Neuen. Lotto spielen um reich zu werden, zum Kreationismus konvertieren, Links wählen und warten. Ist doch sowieso alles schon einmal gemacht und erfahren worden. Schade, dass all diese Menschen die Romantik nicht verstehen, weil es immer um die Transzendenz des Einzelnen ging. Etwas Neues für sich zu entdecken und nicht für die Gesamtheit.