Lethargie
Und wieder ist es einmal soweit. Ich sitze in meinem Zimmer und habe schon lange nichts anderes mehr gemacht. Ich weiß, ich müsste lernen, ich weiß ich müsste mir in den Arsch treten, doch warum?
Gefangen in einer Welt, in der nur Probleme auftachen, die man nicht lösen kann oder welche, deren Zeit nicht gekommen ist. So könnte man meine derzeitige Situation beschreiben. Ich wünschte mir ein "betreutes lernen", denn dort würde ich wohl nicht die Dinge tun, die ich jetzt mache. Im Internet surfen, chatten, mich in Gedanken fernhalten von der Schule und ihrem eigenen Regelwerk des leistungsorientierten Denkens. Es ist eine perverse Art der Selbstbestrafung. Ich weiß ganz genau: Es würde mir gut tun, eine Aufgabe zu haben. Es würde mir Selbstbewusstsein geben und das brauche ich. Doch ich bin es nicht wert. Wenn alle gegangen sind und ich der letzte im Raum bin sehe ich, dass ich nur die Summe meiner Entscheidungen bin. Ergo: Die Summe meiner Fehler. Ich ziehe mich zurück, will nicht mehr. Mich nicht mehr einmischen, nicht mehr mitmischen. Ich hatte diese Phase schon überwunden, so glaubte ich. Einfach nur Beobachter zu sein. Das Leben durch ein Fenster zu sehen und nicht aus meinem Käfig namens Zimmer zu kommen. Doch nun ist alles wieder da. Ich lebe im Morgen...

Ich lebe im: Morgen werde ich dies tun, weil es dann so-und-so anders ist. Aber nicht einmal ich glaube mir das. Ich bin nicht unglücklich damit, aber ich bin nie wirklich unglücklich. Das ist das Problem, wenn man in allem etwas Schönes sehen kann. Der Moment des "so geht es nicht mehr weiter, denn es ist Scheiße, wie es ist" wird nicht kommen.
Ich bin ratlos... gefangen in meiner Welt und keinen Appetit auf die Dinge da draußen. Und doch am verhungern. Ich verfluche den Sozialstaat. Ich verfluche alle, die sagen, dass man immer Sicherheit haben muss. Auch wenn es Impulsiv ist, wäre keine Sicherheit da, hätte ich Existenzängste, dann müsste ich etwas tun. Doch ich kann nichts anderes verfluchen als mich. Weil ich so lethargisch bin. Weil ich so bin, wie ich bin.
Vielleicht ist das ein bisschen zu viel von mir, doch ich will es erzählen. Warum? Weil mir jemand von euch helfen kann? Weil ich Mitleid will?
Ich glaube, es ist einfach ein Verständnis, das ich wecken möchte und vielleicht fällt es euch einfacher, wenn ihr in so einer Lage seid. Freue mich natürlich auch hier über Comments ^^
Quelle für das Bild
Gefangen in einer Welt, in der nur Probleme auftachen, die man nicht lösen kann oder welche, deren Zeit nicht gekommen ist. So könnte man meine derzeitige Situation beschreiben. Ich wünschte mir ein "betreutes lernen", denn dort würde ich wohl nicht die Dinge tun, die ich jetzt mache. Im Internet surfen, chatten, mich in Gedanken fernhalten von der Schule und ihrem eigenen Regelwerk des leistungsorientierten Denkens. Es ist eine perverse Art der Selbstbestrafung. Ich weiß ganz genau: Es würde mir gut tun, eine Aufgabe zu haben. Es würde mir Selbstbewusstsein geben und das brauche ich. Doch ich bin es nicht wert. Wenn alle gegangen sind und ich der letzte im Raum bin sehe ich, dass ich nur die Summe meiner Entscheidungen bin. Ergo: Die Summe meiner Fehler. Ich ziehe mich zurück, will nicht mehr. Mich nicht mehr einmischen, nicht mehr mitmischen. Ich hatte diese Phase schon überwunden, so glaubte ich. Einfach nur Beobachter zu sein. Das Leben durch ein Fenster zu sehen und nicht aus meinem Käfig namens Zimmer zu kommen. Doch nun ist alles wieder da. Ich lebe im Morgen...

Ich lebe im: Morgen werde ich dies tun, weil es dann so-und-so anders ist. Aber nicht einmal ich glaube mir das. Ich bin nicht unglücklich damit, aber ich bin nie wirklich unglücklich. Das ist das Problem, wenn man in allem etwas Schönes sehen kann. Der Moment des "so geht es nicht mehr weiter, denn es ist Scheiße, wie es ist" wird nicht kommen.
Ich bin ratlos... gefangen in meiner Welt und keinen Appetit auf die Dinge da draußen. Und doch am verhungern. Ich verfluche den Sozialstaat. Ich verfluche alle, die sagen, dass man immer Sicherheit haben muss. Auch wenn es Impulsiv ist, wäre keine Sicherheit da, hätte ich Existenzängste, dann müsste ich etwas tun. Doch ich kann nichts anderes verfluchen als mich. Weil ich so lethargisch bin. Weil ich so bin, wie ich bin.
Vielleicht ist das ein bisschen zu viel von mir, doch ich will es erzählen. Warum? Weil mir jemand von euch helfen kann? Weil ich Mitleid will?
Ich glaube, es ist einfach ein Verständnis, das ich wecken möchte und vielleicht fällt es euch einfacher, wenn ihr in so einer Lage seid. Freue mich natürlich auch hier über Comments ^^
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zerox05 - 2007/11/26 19:58
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