Zukunftspläne mit Gegenwartsphobie
Nein, ich bin weder tot noch hab ich beide Hände während eines Unfalls verloren. Ich lebe noch und meine Gesamtsituation ist im zeitlichen Kontext gesehen doch eine recht... bescheidene. Würde man diesen 'zeitlichen Kontext' heraus lassen, wäre das Ganze eine andere Sache, doch so, wie es steht, muss ich bald bestehen, mein Abitur.
In weniger als einem Monat sind die so genannten "Klausuren unter Abiturbedingungen", was soviel heißt wie: innerhalb von 7 Tagen 4 Klausuren, die jeweils 6 Stunden für sich in Anspruch nehmen und dabei den gesamten Themenbereich der letzten zwei Jahre abdecken, zu schreiben.
Das wird ein hartes Stück, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich bis zum heutigen Tag noch nicht so fleißig war, wie ich es vielleicht gerne gesehen hätte. Andererseits ist mir das Meiste geläufig, zumindest in Fächern wie Deutsch und Englisch. Mein Zweifel bezieht sich in kleinen Teilen auf Volkswirtschaft und in weiten Teilen auf Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen und Controlling. Volkswirtschaft deswegen, weil es sich hierbei um ein, wie könnte es anders sein, sehr komplexes Thema handelt. Es ist nicht unbedingt ein Leichtes sich die ganzen Strukturen zu merken, zum Beispiel die volkswirtschaftkliche Gesamtrechnung, aber wie genannt ist der größte Teil immer noch Verstehen und interpretieren.
Mein wahres 'Angstfach' ist BRC. Eigentlich kann man davon ausgehen, dass circa 70% der Aufgaben zumindest von Formeln ausgehen, dass heißt, man wird nicht in der Lage sein zu interpretieren, sollte man die Rechnungen davor nicht gelöst haben. Aber im Allgemeinen, und das darf ich nicht vergessen, stehe ich gut dar. Ich habe zwei Unterkurse 'gesammelt', von sechs möglichen, mein Schnitt im letzten Halbjahr war 2.2 und ich denke, das meiste werde ich schnell wieder in meinen Kopf prügeln können.
Wäre es also 'nur das', so wäre mein Belastungspotenzial also noch nicht ausgeschöpft. Nun ist es aber nicht nur das, sondern auch ein kleines Zuknuftsprojektchen namens Ausbildungsplatz. Die ersten Schritte in dieser Richtung wurden schon getan, ich habe mich beworben und sah mich schon in einem Vorstellungsgespräch wieder. Wider meinen Befürchtungen lief auch dieses zufriedenstellend, wenn nicht gar (bis auf einen Schönheitsfehler) ausgezeichnet (bei dem Schönheitsfehler handelte es sich um die Frage, warum ich mich nicht woanders beworben habe, die Antwort: "weil ich nur zu Ihnen will" war Wahrheitsgetreu, aber wohl nicht zufriedenstellend).
Und so ist es Fakt, dass ich am 02.02.09 in ein Assessmentcenter eingeladen wurde. Das ich dort brillieren werde, hoffe ich doch stark, doch die Doppeltbelastung schlägt mir schon irgendwie auf den Magen. Schöner wäre es sich nur auf ein 'Event' zu konzentrieren. Spaß machen wird es bestimmt auch, Grauen tut es mir eigentlich nur vor dem schriftlichen Teil, der mündliche ist, davon gehe ich aus, geschenkt bzw. werde ich den mit ziemlicher Sicherheit erfolgreich abschließen.
Wenigstens habe ich meine Wintergrippe schon hinter mir und auch nicht vor in nächster Zeit wieder krank zu werden. Ich werde mich die nächsten Wochen wohl kaum aus dem Haus bewegen (es sei denn zur Schule), aber was solls. In nicht einmal fünf Monaten bin ich in Holland, habe mein Abitur und meinen Ausbildungsplatz in der Tasche und mache Ferien mit meinen Freunden. Was wünscht man sich mehr? Ich mir nichts, ich hoffe nur, dass ich diese Zeit nutzen werde, dass ich alles mit Bravour absolviere und am Ende ein glücklicher Joni steht, der auf sich und seine liebsten Stolz sein kann.
Dann fängt ein fast neues Leben an, zumindest aber ein neuer Abschnitt. Ich ziehe nach Oldenburg, vielleicht mit Carina zusammen, und mache dort meine Ausbildung als "Kaufmann für Versicherungen und Finanzen" bei der Debeka, verdiene Geld, bin endlich auch finanziell Selbstständig (zumindest fast) und kann mich auf das konzentrieren, was schön ist im Leben eines dann 21-jährigen.
Spaß im Job, Spaß mit der Freundin, Spaß mit den Freunden, weg gehen, feiern und das alles auf eigene Kosten. Ich fidne, dass es sich dafür lohnt noch vier Monate zu arbeiten, wäre auch dumm nach 15 Jahren Vorbereitung.
In weniger als einem Monat sind die so genannten "Klausuren unter Abiturbedingungen", was soviel heißt wie: innerhalb von 7 Tagen 4 Klausuren, die jeweils 6 Stunden für sich in Anspruch nehmen und dabei den gesamten Themenbereich der letzten zwei Jahre abdecken, zu schreiben.
Das wird ein hartes Stück, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich bis zum heutigen Tag noch nicht so fleißig war, wie ich es vielleicht gerne gesehen hätte. Andererseits ist mir das Meiste geläufig, zumindest in Fächern wie Deutsch und Englisch. Mein Zweifel bezieht sich in kleinen Teilen auf Volkswirtschaft und in weiten Teilen auf Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen und Controlling. Volkswirtschaft deswegen, weil es sich hierbei um ein, wie könnte es anders sein, sehr komplexes Thema handelt. Es ist nicht unbedingt ein Leichtes sich die ganzen Strukturen zu merken, zum Beispiel die volkswirtschaftkliche Gesamtrechnung, aber wie genannt ist der größte Teil immer noch Verstehen und interpretieren.
Mein wahres 'Angstfach' ist BRC. Eigentlich kann man davon ausgehen, dass circa 70% der Aufgaben zumindest von Formeln ausgehen, dass heißt, man wird nicht in der Lage sein zu interpretieren, sollte man die Rechnungen davor nicht gelöst haben. Aber im Allgemeinen, und das darf ich nicht vergessen, stehe ich gut dar. Ich habe zwei Unterkurse 'gesammelt', von sechs möglichen, mein Schnitt im letzten Halbjahr war 2.2 und ich denke, das meiste werde ich schnell wieder in meinen Kopf prügeln können.
Wäre es also 'nur das', so wäre mein Belastungspotenzial also noch nicht ausgeschöpft. Nun ist es aber nicht nur das, sondern auch ein kleines Zuknuftsprojektchen namens Ausbildungsplatz. Die ersten Schritte in dieser Richtung wurden schon getan, ich habe mich beworben und sah mich schon in einem Vorstellungsgespräch wieder. Wider meinen Befürchtungen lief auch dieses zufriedenstellend, wenn nicht gar (bis auf einen Schönheitsfehler) ausgezeichnet (bei dem Schönheitsfehler handelte es sich um die Frage, warum ich mich nicht woanders beworben habe, die Antwort: "weil ich nur zu Ihnen will" war Wahrheitsgetreu, aber wohl nicht zufriedenstellend).
Und so ist es Fakt, dass ich am 02.02.09 in ein Assessmentcenter eingeladen wurde. Das ich dort brillieren werde, hoffe ich doch stark, doch die Doppeltbelastung schlägt mir schon irgendwie auf den Magen. Schöner wäre es sich nur auf ein 'Event' zu konzentrieren. Spaß machen wird es bestimmt auch, Grauen tut es mir eigentlich nur vor dem schriftlichen Teil, der mündliche ist, davon gehe ich aus, geschenkt bzw. werde ich den mit ziemlicher Sicherheit erfolgreich abschließen.
Wenigstens habe ich meine Wintergrippe schon hinter mir und auch nicht vor in nächster Zeit wieder krank zu werden. Ich werde mich die nächsten Wochen wohl kaum aus dem Haus bewegen (es sei denn zur Schule), aber was solls. In nicht einmal fünf Monaten bin ich in Holland, habe mein Abitur und meinen Ausbildungsplatz in der Tasche und mache Ferien mit meinen Freunden. Was wünscht man sich mehr? Ich mir nichts, ich hoffe nur, dass ich diese Zeit nutzen werde, dass ich alles mit Bravour absolviere und am Ende ein glücklicher Joni steht, der auf sich und seine liebsten Stolz sein kann.
Dann fängt ein fast neues Leben an, zumindest aber ein neuer Abschnitt. Ich ziehe nach Oldenburg, vielleicht mit Carina zusammen, und mache dort meine Ausbildung als "Kaufmann für Versicherungen und Finanzen" bei der Debeka, verdiene Geld, bin endlich auch finanziell Selbstständig (zumindest fast) und kann mich auf das konzentrieren, was schön ist im Leben eines dann 21-jährigen.
Spaß im Job, Spaß mit der Freundin, Spaß mit den Freunden, weg gehen, feiern und das alles auf eigene Kosten. Ich fidne, dass es sich dafür lohnt noch vier Monate zu arbeiten, wäre auch dumm nach 15 Jahren Vorbereitung.
zerox05 - 2009/01/27 23:25
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