zerox05 - 2007/12/09 22:06
Es scheint im Moment, als sei jede neue Woche ein neues Haifischbecken und jeder neue Tag findet mit ziemlicher Sicherheit seinen Gegner in sich selbst. Am Ende dieser fünftletzten Woche des Jahres 2007 fühle ich mich einfach nur noch leer. Keine großen Gedanken, keine Pläne; nur Wünsche.
Ich wünsche mir, dass eine nächste Woche kommt. Ich wünsche mir ein Geschenk und ich wünsche mir eins machen zu können. Ich habe das Gefühl in der letzten Woche habe ich nur für mich gearbeitet, habe so vieles in meinem Leben und mit mir geklärt. Und nun gehe ich im Gefühl aus dieser Woche ein großer Zerstörer zu sein. Dabei wollte ich das alles nicht. Ich wollte nur leben, schwimmen, padeln, mich nicht mehr treiben lassen. Doch sollte man das, wenn man nur das Leben anderer bekämpft? Ob bewusst oder unbewusst einfach nur aus dem Gefühl heraus, dass es richtig ist?
Ich möchte nicht mehr zurück in die vorletzte Schulwoche, aber ein schlechtes Gewissen habe ich. Vielleicht ist es auch die Ungewissheit, die alle diese Veränderungen mit sich bringen.
Jetzt bin ich das erste mal in dieser Woche nur bei mir mit meinen Gedanken und im gleichen Moment sind meine Befürchtungen so nah, so real und so unvergesslich, dass ich es doch nicht bin. Keine Ahnung wo mich mein Leben hinführt, auch das eine Erkenntnis. Mal wieder die Erkenntnis, dass man einfach nie sicher sein kann. Man kann sich nur sicher fühlen und das muss reichen.
Das positive war, das es eine einzigartige Woche war, die ich nicht so schnell vergessen werde. Einzigartige sieben Tage in denen ich das Gefühl hatte zu leben. Ansonsten war sie verwirrend, voll von Tretminen, glücklichen und traurigen Momenten und so vielem mehr... Jetzt fühle ich mich nur noch uninspiriert... Zeit für eine neue im Haifischbecken...
zerox05 - 2007/12/09 19:37
Gerade war ich im Kino und habe die Verfilmung von "Der goldene Kompass" gesehen. Ein schöner Film, wenn man auf oberflachliches Geplänkel steht. Ich habe mich aber eigentlich auf eine Umsetzung des Buches gefreut und die wäre wohl nicht jugendfrei gewesen. Genau wie ich es befürchtet hatte: Ein Film zum anschauen, schön finden und wieder vergessen... Zu hoffen bleibt, dass der zweite Film ehrlicher wird. Dass dieser Film nur die Einleitung für das Meisterwerk von Pullman war und das der Regisseur das Buch zu verstehen lernt. Viele Andeutungen kamen, aber konkret würde es nie. Alles durch eine rosarote Kinderbrille gesehen. Ein Kinderfilm. Ein bewegender, bestimmt. Oder liegt das an meiner Stimmung? Ich meine, wem kommen schon die Tränen, wenn ein Mädchen auf einem Eisbären reitet und sonst nur eine weiße Landschaft auf der Leinwand daherflimmert? Bin wohl gerade etwas sentimental.
Ein sehenswerter Film ist es trotzdem, schön gemacht, für mich im Moment zu schön.
zerox05 - 2007/12/09 17:21
Mein Leben scheint sich wirklich zu ändern... einige Menschen gehen, andere kommen. Alles ändert sich und ich bin da mittendrin. Und doch fühl ich mich gerade wohl, weil ich das Gefühl habe, dass das Leben einen Plan hat, für was auch immer. Hoffnung, das die Zukunft von so schönen Ereignissen dominiert wird, dass die schlechten nicht zählen oder überwiegen. Und so lange Frauen nur einen grünen Pulli und ein Pornosofa brauchen um glücklich zu sein kann doch nichts schief gehen. Wo stehe ich im Moment? Ich glaube nicht einmal schlecht. Zwischen 7. Himmel und Teufels Pforte, aber man lebt nunmal auf der Erde und das ist gut so. Durch meinen Aktionismus habe ich viel bewegt, aber auch das gehört wohl zum leben dazu. Meistens habe ich sogar einen klaren Kopf gehabt und mir Gedanken gemacht. Es könnte schlimmer sein.
zerox05 - 2007/12/09 00:58