Nun bin ich gesprungen. Habe mich der Klippe gestellt und der Schlange in den Kopf geschossen. Ein Moment, in dem mein Kopf keinen Gedanken gefasst hatte und es war auch schon vorbei. Ganz natürlich, als wäre es nichts.
Nun bin ich größer als die Klippe, bin gewachsen, habe den Zenit überwunden und bin so glücklich, erleichtert, entspannt. Ich kann noch gar nicht wirklich glauben, dass ich das war. Der, der meistens wegläuft, der der sich verkriecht, der der sich drückt. Nur ein Schritt. Ein kleiner Schritt ins Ungewisse, die Angst, riesengroß, hat sich gelegt. Nun bin ich im Wasser.
Und dort wimmelt es von Piranhas und Giftmüll, den andere gerne ins Meer schütten. Es gibt Minen hier und es ist dunkel. Doch ich sehe das Licht. Ich folge ihm, hoffe es erlischt nicht.
Angst? Ja. Zurück? Kein Weg. Traurig? Nein.
Denn ich fühle mich mutig genug all diese Gefahren in Kauf zu nehmen. Am Ende macht das Leben sowieso was es will, warum es dann nicht versuchen? Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben! Aber vor allem: Wer nicht versucht seinem Glück zu folgen, nicht versucht den Traum wahr zu machen, der ist schon tot.
Die Zeit ist nicht gekommen, aber vielleicht wird sie es und ich hasse mich nicht, falls sie kommt und das ist Elementar. Ich habe wieder Lust auf Schule, auf die Zukunft, auf das Leben... Es hat soeben an Aroma gewonnen. Ich weiß nicht was die Zukunft bringt, aber ich fühle mich ihr gewachsen. Ich bin nicht alleine. Danke. Danke dafür, ohne euch alle wär es nicht das Gleiche. Ohne euch hätte ich das nicht geschafft. Danke, dass ihr mich ausgehalten, aufgebaut und geschupst habt.
zerox05 - 2007/11/30 15:30